Archiv der Kategorie: Food

Mote con Huesillos

Die Chilenen sagen “Más chileno que el mote con huesillo”, wenn etwas ganz typisch ist. Das Getränk ist erstaunlich lecker, es handelt sich um Trockenpfirsiche mit Graupen.

50 g Trockenpfirsich

50 g Weizengraupen

Zucker und eine Zimtstange

Pfirsich mit Wasser, Zucker und Zimt aufkochen, abkühlen lassen. Weizengraupen kochen, bis sie al dente sind (ca. 45 min), abgießen und abkühlen lassen. Dann in das Pfirsichwasser geben.

Verbrannte Sahne

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Ich mag sie ja gerne, die Crème brûlée. Ein französischen Küchenklassiker – daher auch recht einfach, gehaltvoll und superlecker.

Und man – ganz wichtig – darf mit Heimwerkerutensilien ein wenig Showküche betreiben. Ich verwende einen Hartlötkolben mit Gaskartusche.

Wichtig sind die flachen Tellerchen, die haben das perfekte Verhältnis von knuspriger Oberfläche und Tauchtiefe – diese ist nötig, damit die Crème gerade mal so stockt im Wasserbad. Tiefere Tiegel taugen tendentiell wenig, zu viel Flüssiganteil bleibt übrig und unten ist Rührei.

Hier das Rezept für vier Tellerchen:

* 200g Sahne (also ein Becher)

* 100g Zucker oder Stevia in passender Menge

* 1 ganzes Ei

* 3 Eigelb

* Inhalt einer Vanilleschote

Die Zubereitung ist einfach: Die Sahne mit dem Zucker verrühren, das Ei und die Eigelb unterrühren, das Mark der Vanilleschote auch, den Rest der Vanilleschote hineinlegen, das ganze ein paar Stunden (oder auch nicht, wenn es pressiert) stehen lassen, den Ofen auf Umluft 150° erhitzen, eine Fettpfanne leicht halbvoll mit Wasser füllen und ins Rohr schieben, die Masse langsam leicht im Topf gut handwarm erwärmen,  dabei manchmal rühren, die Vanilleschotenreste entfernen,  in die Förmchen umfüllen, diese dann ins Wasserbad stellen.

Nach 30 Minuten sollte die Masse etwas fest geworden sein, dann kalt stellen für mindestens eine Stunde – über Nacht geht auch. Außer es pressiert.

Dann Zucker über die Oberfläche streuen, ein Esslöffel pro Form darf es schon sein. Dann fängt die Gaudi an: draußen, fernab von entzündlichen Materialien, auf der Granitterrasse, z.B., in Abwesenheit von Menschen (besonders Kindern) und Viechern, im Vollbesitz der geistigen und körperlichen Kräfte, your milage may vary, do not try this at home, trained personnel only, yadayadaya…. darf der studierte Aushilfsklempner nun den kleinen Drachen zum Fauchen bringen. Damit fährt er langsam, erst aus 20 cm Abstand, dann näher kommend, über die Oberfläche, bis diese allmählich eine Bräunung annimmt.

Noch ein paar Minuten stehen lassen, Karamell ist furchtbar heiß und macht echt schmerzhafte Verletzungen bei Berührungen – besonders im Mund.

Vielleicht ein paar Himbeeren drauf, vielleicht ein Zitronenmelisseblättchen  – mehr auf keinen Fall.

 

 

Priesterwürger

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Eines meiner Lieblingsrezepte aus dem Trentino sind die Strangolapreti, die Priesterwürger.

Es handelt sich dabei um eine Art Semmelknödel mit Spinat und Pinienkernen in einer Butter-Salbe-Sauce.

Für die Knödel

* 400 g Milch

* 300 g altbackenes Brot

* 400 g Spinat (tiefgefroren geht auch)

* 2 Eier

* ca. 50 g Mehl

* ca. 50 g Semmelbrösel

* 50 g Pinienkerne

Für die Soße

* 100 g Butter

* Salbeiblätter

* Parmesan

Das Brot kleinhacken und mit dem Spinat vermischen, die Milch aufkochen und über das Brot geben. Eine halbe Stunde ziehen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Die Pinienkerne hacken und mit den Eiern in den Teig geben. Salzen, Pfeffern.

Ein kleines Klößchen aus dem Teig formen, diesen Probeknödel in kochendes Salzwasser geben, wenn der nicht innerhalb einiger Minuten zerfällt, dann den Rest der Teigmasse in kleine Knödel formen und ins Wasser geben. Sonst einfach mehr Mehl in den Teig geben.

Nach ein paar Minuten die Flamme reduzieren und die Klöße noch 20 Minuten ziehen lassen.

Derweil die Butter schmelzen und die Salbeiblätter darin anrösten. Die Butter darf leicht braun werden. Mit Parmesan überzuckern und servieren.

Ein kleiner Salat passt hervorragend, ebenso ein typischer Wein aus dem Trentino.

Die bayrische Suschie

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Angeregt durch eine phantasievolle Unterhaltung dachte ich über bayrische Sushi nach. Und überlegte ein wenig, was passen könnte. Die ersten Versuche möchte ich der Welt nicht vorenthalten.

Das erste ist ein an den Enden kreuzförmig eingeschnittenes und gegrilltes Wienerwürstchen in Kartoffelpüree, das habe ich dann noch in gerösteteten Semmelbröseln gewälzt. In der Mitte die fränggische Variande, eine Nürnburger Bradworscht mit Sauerkraut, sanft umhüllt von einem Weißkohlblatt. Das rechte ist ein Quader aus dem Filet der Weißwurst, in süßem Senf und einem Mantel aus Brezenknödel.

Lecker.

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Bosna statt Herbstschnee

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Eigentlich wollte ich ja die Watzmannüberschreitung machen, aber es war einfach zu viel Schnee und Eis da oben.

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Dann bin ich doch gleich nach dem ersten Gipfel wieder runtergegangen und habe mir in Salzburg eine Bosna und eine schöne Ausstellung im Museum der Moderne gegönnt.

Ice, Baby

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Ich bin ja nicht so der Süßspeisenfan, aber ab und an mag ich ein Eis. Ein selbstgemachtes. Dazu habe ich mir eine Eismaschine zugelegt nach einem Tipp von Robert.

Ein ganz simples Rezept:

  •  200g Früchte (Erdbeeren, Bananen, Mango oder so)
  • 200g Joghurt
  • 100g Zucker (oder halb Stevia, halb Zucker)

Pürieren, 45 Minuten in die Maschine, fertig. Und lecker.

Roggenbrot

Roggensemmel

Mein Lieblingsroggensemmelrezept:

  • 300g Roggenmehl
  • 300g Milch
  • 15g Sauerteig
  • 1 Hefe
  • Brotgewürz
  • Hefe mit Zucker aktivieren, alles vermischen, Semmeln/Brot formen, im vorgeheizten Rohr 20 min bei 200°, dann 15 min bei 150° backen.

    Superlecker

    Nüsse

    Ich wünsche, jemand würde eine so leckere Nusscreme kommerziell herstellen. Naja, wenn man will, dass es richtig lecker schmeckt, dann muss man es selbst machen.

    Hier die geheimen Zutaten:

  • 500 g Haselnuss
  • 1 Tafel leckere Schoki, Kakaogehalt um die 80 %
  • 100 g Butter
  • 100 g Crème fraîche
  • 50 – 100 g Zucker
  • Die Haselnüsse bei 150° eine halbe Stunde im Ofen rösten, dabei ab und an durchrütteln, dann schälen – in ein Geschirrtuch eingewickelt mit dem Plattiereisen sanft draufhauen hat sich als ökonomische Herangehensweise herausgestellt – und die Haut entfernen. Abreiben im Geschirrtuch ist ganz praktisch. Die Butter und die Schoko im Wasserbad schmelzen, den Zucker beifügen, die Nüsse im Mixer atomisieren und dann die Schokobutter zugeben. Leicht abkühlen lassen, die Crème fraîche unterrühren und in abgekochte Gläser abfüllen. Diese dann noch sterilisieren.

    Wer will, kann das noch aromatisieren. Ich verwende gerne mal drei cm Ingwer, eine Chili und einen Schuss Cognac.

    glasses

    then she stabbed me

    knife

    Wieder einmal ein produktives, lustiges Homeshooting – diesmal mit Anastasia aus der Model-Kartei. Es war gar nicht so einfach, die Pose zu finden (also für mich, die Leiche, das Modell kann das natürlich), wenn man sich nicht selbst sehen kann.
    Jaja, ich weiß:

  • Models sollten nicht photographieren
  • Visas sollten nicht modeln
  • Photographen sollten die Finger vom Schminkzeug lassen
  • Es gibt aber Gegenbeweise, eine Ex-Miss-Germany hat den Smaragd-Rank bei fotolia .

    Chicken Tikka Masala

     

    _MG_0487_tikka_blogEines der meistbestellten Gericht in indischen Restaurants in Europa ist Chicken Tikka Masala – in Indien ist das unbekannt. Es kommt wohl aus Schottland, dort hat einer ein gegrilltes Hühnchen bestellt und wollte dann noch eine Sauce dazu. Egal, lecker ist das.

    Chicken Tikka Masala
    für vier Portionen

    Zubereitungszeit circa eine Stunde (ohne Marinade)

    Marinade für die Hühnerbrust

    500g Hühnerbrust
    150g Joghurt
    2 EL Tomatenmark
    1 EL geriebener frischer Knoblauch
    1 EL geriebener frischer Ingwer
    1 TL gehackte Chili
    1 TL gemahlene Kreuzkümmelsamen
    1 TL gemahlener Koriander
    1 TL Gelbwurz
    1 TL Curryblätter
    Pfeffer
    Salz

    Alle Zutaten vermengen, die Hühnerbrust in Würfel mit 2 cm Kantenlänge schneiden, in einer Schüssel mit den restlichen Zutaten vermischen, für 4 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen, ab und an durchrühren.


    Zubereitung

    1 Zimtstange
    3 Nelken
    1 TL gehackte Chili
    1 EL geriebener frischer Knoblauch
    1 EL geriebener frischer Ingwer

    300 g passierte Tomaten
    1 EL Garam Marsala

    1 Becher Sahne (200 ml)
    1 EL gemahlene Mandeln

    1 EL frischer Koriander
    2 frische Limetten

    In einer Kasserolle Ghee oder ein neutrales Öl erhitzen, die Zimstange, die Nelken, die Chili und dann nach zwei Minuten die Zwiebel zugeben, goldbraun rösten, danach die Hitze reduzieren und den Ingwer und den Knoblauch zugeben. Diese auch leicht anrösten, dann die pürierten Tomaten und das Garam Masala zugeben. Bei leicht geöffnetem Deckel 20 Minuten leicht köcheln.

    Die Fleischwürfel auf Spieße stecken und unter dem Grill (oder Oberhitze Herd) in ungefähr 10 Minuten von allen Seiten leicht braun werden werden lassen.

    Die Sauce in der Küchenmaschine oder mit dem Mixstab pürieren, dann die Sahne und das gegrillte Fleisch zur Sauce in die Kasserolle geben, den Saft einer ausgepressten Limette und die gemahlenen Mandeln beifügen. Das Gericht noch 15 Minuten leicht ziehen lassen. Die Konsistent der Sauce sollte leicht sämig sein, gegebenenfalls mit ein wenig Wasser aufgießen. Noch leicht salzen und pfeffern und mit einer Prise Zucker abschmecken.

    Garnitur

    Die zweite Limetten in Achtel schneiden. Mit gehacktem Koriandergrün garnieren und pro Teller zwei Limettenspalten drapieren.

    Beilage

    Basmatireis oder Nan
    Salat

    Dazu passen Lassi, Tee oder trockener Weißwein.