Archiv für den Monat: Juli 2009

model release

Eigentlich ist ja im KunstUrhG §22 alles gesagt:

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt

Um das den Kunden der Agenturen gegenüber belegen zu können, füllt man normalerweise vor dem shooting ein model release aus.
Ich verwende das Deutsche von panthermedia für die deutschsprachigen Agenturen, das Englische von panthermedia für die englischspachigen Agenturen,
das Dreamstime-release für die Agentur Dreamstime und dann noch das iStockphoto-release für die Agentur iStockphoto. Klingt komisch, muss aber sein. Leider.

Ich habe in die beiden erstgenannten meine Daten eingefügt:

Deutsche Version
Englische Version

Ich habe das englische Release mal grob übersetzt, aber ein Fachanwalt für amerikanisches Recht bin ich sicher nicht.

Die grau markierten Zeilen sind meine Interpretationsversuche.

Genereller Releasevertrag für Erwachsene

Ich als Modell erkläre hiermit gegenüber Bernd Jürgens, seinen Erben, seinen juristischen Vertretern und den Beauftragten, die für Bernd Jürgens handeln, und denen,die er berechtigt, folgendes:

Standardeinleitung, es wird geklärt, wer wem etwas erklärt.

a) das unbeschränkte Recht und die Erlaubnis zum Gebrauch, zur Veröffentlichung, zur Wiederveröffentlichung von Portraits und Bildern von mir oder von welchen, in denen ich voll oder teilweise, ganz, oder bearbeitet, ohne Einschränkungen in Verbindung mit meinem Pseudonym oder meinem echten Namen in allen Medien, insbesondere für Illustration, Kunst, Reklame, Werbung, Handel oder alle sonstigen Ziele.

Naja, darum geht es ja als professionelles Modell. Das Modell lässt dich abbilden und verzichtest auf Dein Recht am Bild. Der, der dafür Geld zahlt, darf im Gegenzug die Bilder verwenden.

b) Auch erlaube ich alle Drucke in dieser Verbindung,

Irgendwie logisch, deswegen kaufen die Kunden der Agenturen die Bilder ja.

c) Ich trete hiermit alle Rechte ab, die Endprodukte oder Vorstufen oder Vordrucke oder Drucke zu untersuchen oder freizugeben.

Auch irgendwie logisch.

d) Ich erlaube hiermit, dem Fotografen, alle möglichen Bildveränderungen durchzuführen und diese zu veröffentlichen.

naja, schlimme Verzerrungen kann man eh nicht verkaufen – und warum sollte ich das tun?

e) Ich bestätige hiermit, volljährig zu sein und das Recht zu haben, in meinen eigenen Namen zu handeln. Ich habe das obige gelesen, bevor es gültig wird. Ich verstehe den Inhalt vollumfänglich. Dieser Vertrag gilt für mich, meine Erben, meine juristischen Vertreter und Beauftragte.

Volljährigkeit und Geschäftsfähigkeit sind schon wichtig.

Also alles in allem nichts schlimmes, nur ein bisserl arg kompliziert ausgedrückt.

Und weil die amerikanischen Agenturen manchmal übervorsichtig sind, brauchen wir noch jemand,der dem Modell beim Unterschreiben zuschaut und das bezeugt („Witness“).

Extrabonus, wenn das Modell seinen/ihren Personalausweis in die weiße rechte untere Ecke kopiert.

Studioblitze und Abbrennzeit

Die Abbrennzeit der meisten günstigen Studioblitze ist normalerweise im unkritischen Bereich für people, so im Bereich 1/500 – 1/2000, je nach abgerufener Leistung. Man kann die im Vergleich zu mobilen Kamerablitzen lange Leuchtdauer auch nutzen.


Erdbeeren


Wird größer nach dem Klick auf das Bild.

Irgendwie gefällt mir dieser „the snow is falling“-Effekt, vielleicht liegt es auch am derzeitigen Nichtsommer.

Setup: Leuchttisch, große Sobo von oben, kleine von vorn, schwarzes Tonpapier hinten. Löffel mit Platinenhalter fixiert, ich mit Sieb, Puderzucker und Fernauslöser gut beschäftigt.