Archiv der Kategorie: Bergsteigen

Gelände- und Variantenkurs, Vertiefung

Beim DAV Regensburg hatte ich einige Kurse gebucht, Lawinentheorie und LVS-Praxis. Und „Gelände- und Variantenkurs, Vertiefung“. Zur Vorbesprechung konnte ich nicht, aber Birgit, die Kursleiterin, rief mich an. Es war schon ein wenig seltsam, im T-Shirt auf Gomera zu frühstücken und Tipps zu guten Handschuhen zu hören.
Der Kurs selbst war ganz gut, die Unterkunft in Brixen im Thale auch. Ich habe eine Skibrille gekauft, am Samstag schneite es ständig. Und am Sonntag habe ich moderne Ski ausgeliehen, oh boy, was für ein Unterschied. Meine gut 25 Jahre alten Tourenski sind einfach nicht mehr state-of-the-art. Parallelschwung im Gelände mit Carvern kann so einfach sein. Erschreckend war aber das Lawinenwissen der Mitschüler. Nicht einer hat den aktuellen Lawinenlagebericht geguckt. In Gruppen gibt man gerne die Verantwortung ab. Kann fatal enden. Ich sah zwei Helikoptereinsätze und 3 Rettungen mit dem Snowmobil – und das, obwohl wir eher abseits der Piste unterwegs waren. Die Geschwindigkeitsunterschiede auf den Pisten sind mittlerweile echt enorm groß geworden, kein Wunder, dass fast jeder einen Helm und Rückenprotektoren hat.

Meins ist das nicht.

La isla de los hippies

Ende Januar war ich zum ersten Mal auf Gomera. Eine Stunde Fähre von Teneriffa entfernt taucht die Insel langsam im Dunst auf. Interessantes Mikroklima, oben eher Regenwald, fast immer in Wolken, auf der Westseite meist sonnig und trocken. Faszinierend auch die Vegetation, vielen Bananen, Wollmispeln, Orangen, Mangos, Avokados, ein paar Mandeln und Sternfrüchte. Ideales Mundräubergebiet. Wandertechnisch hat die Insel viel zu bieten, die geringe Höhe des Hauptberges spielt da keine Rolle. Es geht immer auf und ab, die Täler sind nicht breit.

Und es leben mittlerweile die Kindeskinder der 68er, die damals die Insel besuchten, da. Abends trommeln die am Strand. Ich verstehe, warum Leute da immer wieder hinfahren, im Vergleich zu den anderen Kanareninseln ist Gomera touristisch unterentwickelt, keine Riesenhotels, kaum ÖPVN, aber nette Menschen nehmen die gestrandeten Bergsteiger schon mit beim Autostopp.

Kulinarisch die übliche Kanarenküche – was nicht schlecht ist: gegrillter Fisch ist einfach lecker.

Und es gab ja was zu feiern.

Olé Madrid

Madrid ist eine echt nette Stadt, besonders wenn man bei 30 Grad ins schwitzen kommt und daheim das Quecksilber nicht über 10 Grad klettert.

Der Prado ist ganz klar in der ersten Reihe der Pinakotheken dieser Welt, viel christliches Zeugs, sozialkritisches vom Sorolla (den kennt man ja eher als Beachbunnymaler), Reina Sofía schließt chronologisch an und ist an einem Tag gar nicht zu besuchen. Die Thyssens haben auch alles gesammelt, was Rang & Namen hat. Toledo ist eine bezaubernde Stadt, 30 Minuten entfernt. Die Kathedrale ist eine der schönsten, die ich je sehen durfte.

Auch wenn der Ausgang der erfolgten Volksabstimmung in Katalonien noch unklar ist – die Stimmung ist friedlich.

Und – eine Stadt, die eine U-Bahn – Station nach einem Gitarristen benennt, die muss man einfach mögen.

Kleinholz

Beim Abstieg aus dem Reintal kommt man bei der Skisprungschanze vorbei. Dort zerlegten gerade Taekwondo-Schulleiter Bretter und Ziegel mit den bloßen Händen. Zefix, das muss doch weh tun.