Archiv für den Monat: März 2012

Aishiteru Miso

Zutaten

Neulich war ich bei einem interessanten Kochkurs (zugegeben, erst mein zweiter, der erste liegt gute 25 Jahre zurück), nämlich ‚Japanische Küche‘.

In Wolnzach.

Klingt ja logisch, sind wir doch die zweite Hochburg unserer asiatischen Freunde, ganz knapp nach Düsseldorf.

Zutaten

Harald Klimzeck vom Haimerlhof lernte noch zu DDR-Zeit von japanischen Meistern deren Zubereitungsarten und gab diese, gewürzt von Anekdoten, an eine Schar interessierter locals weiter.

Was ist denn anders?

Nun, zunächst die Zutaten, Algen und Fisch sind in der Hallertau nicht so Usus, Lotuswurzeln auch nicht, geschweige denn Sake im praktischen 2-Liter-Tetrapack.
Die Zubereitung ist auch eher anders, eher kurz, knapp und die Struktur der Ingredienz erhaltend.
Die Geschmackskombinationen..
Eine Vorspeise war eine Eierspeise, Gelb und Weiß getrennt, aber gezuckert. Übereinander geschichtet und in handliche (stäbchenliche?) Quader zersägt. Zusammen mit Sojasoße echt lecker, übrigens.

Ein alter Sack und Andy war hohl

Ludwigmuseum

Ich war mal wieder in Bonn, mein Bruder hatte Geburtstag und lud zu einem durchaus gelungenen Fest.
Im Großraum Köln/Bonn muss man natürlich ins Ludwig und dann noch auf einen Kaffee mit Robert und einem echt netten Überraschungsgast gehen.
Am nächsten Tag war ich dann noch die kollektiven Arbeiten von drei der Helden der Malerei der letzten Hälfte des letzten Jahrhunderts bewundern, dann ab in den Fliescher und dann daheim kommende Stars begutachten.

Kunst ist schon schön, um den Valentin zu zitieren, macht aber auch viel Arbeit.

Wie wahr.

Bundeskunsthalle

könnte Ihr moralisches Empfinden verletzen

hdk

Im Haus der Kunst in München ist gerade Thomas Ruff mit seinen wichtigsten Werken zu sehen, thematisch schön gruppiert in den verschiedenen Räumen. Die Prints sind natürlich technisch ziemlich perfekt, berührten mich aber kaum. Ich vermochte keine durchgehende Linie zu erkennen; klar, die Idee, die Kompressionsartifakte des ubiquitären JPEG-Formates nachzuahmen und teils auch auf aktuelle Bilder anzuwenden, hat schon was. Aber irgendwelche NASA-Bilder in Photoshop zu kolorieren, bittegarschön, das ist dann doch nicht die ganz große Kiste, das mag für ein Plattencover gerade noch so gehen.

Und Maxwellgleichungen wollte ich eigentlich in diesem Leben nicht mehr begegnen, auch wenn sie schön daher kommen.
Bildschirmschonerartig schön.
Timeo danaos.