La isla de los hippies

Ende Januar war ich zum ersten Mal auf Gomera. Eine Stunde Fähre von Teneriffa entfernt taucht die Insel langsam im Dunst auf. Interessantes Mikroklima, oben eher Regenwald, fast immer in Wolken, auf der Westseite meist sonnig und trocken. Faszinierend auch die Vegetation, vielen Bananen, Wollmispeln, Orangen, Mangos, Avokados, ein paar Mandeln und Sternfrüchte. Ideales Mundräubergebiet. Wandertechnisch hat die Insel viel zu bieten, die geringe Höhe des Hauptberges spielt da keine Rolle. Es geht immer auf und ab, die Täler sind nicht breit.

Und es leben mittlerweile die Kindeskinder der 68er, die damals die Insel besuchten, da. Abends trommeln die am Strand. Ich verstehe, warum Leute da immer wieder hinfahren, im Vergleich zu den anderen Kanareninseln ist Gomera touristisch unterentwickelt, keine Riesenhotels, kaum ÖPVN, aber nette Menschen nehmen die gestrandeten Bergsteiger schon mit beim Autostopp.

Kulinarisch die übliche Kanarenküche – was nicht schlecht ist: gegrillter Fisch ist einfach lecker.

Und es gab ja was zu feiern.

Neues Jahr

Nun, das letzte Jahr war ja eher bewegt, ich hoffe mal, dass 2018 ein wenig ruhiger wird. Der Jahresausklang am Kaiser war gut, der Vermieter ein wenig mitteilsam, aber ich habe einiges über Milchwirtschaft in Tirol gelernt. Eine Kuh gibt so um die 40 Liter am Tag, Almauftrieb wird mit dem Hänger am Traktor erledigt. Es ist schon erstaunlich, welch Aufwand getrieben wird, um ein paar Höfe ans Straßennetz anzuschließen.

Florentiner

Für 10 Kekse:

  • 100g Mandelblättchen
  • 1 EL Mehl
  • 1/2 EL Butter
  • 50 ml Milch
  • 25 g  Zucke
  • 25 g Honig
  • 50 g Zartbitterschocki

Milch, Zucker und Honig aufkochen, die Mandeln dazugeben und 2 Minuten köcheln lassen, das Mehl dazugeben und 10 Minuten ruhen lassen.

Teelöffelweise auf ein Backblech geben und bei 160° 10 Minuten backen. Danach gut 5 min erkalten lassen und mit einer Gabel in die Schockimasse tauchen.

 

Flüssiger Schokokuchen

Für zwei Portionen

  • 30 g Butter
  • 30 g Schokolade
  • 1 Ei
  • 30 g Zucker
  • 16 g Mehl
  • 5 g Kakao
  • 1 Messerspitze Salz

Schocki und Butter im Wasserbad schmelzen, den Rest unterrühren, über Nacht kalt stellen. Teig in die Muffinform füllen und im 180° heißen Ofen 10-13 Minuten backen. Ein Streifen Backpapier in der Muffinform erleichtert das Herausholen.

Für die Bratapfelglühweinsauce 2EL Zucker leicht ankaramelisieren, einen Apfel kleinschnibbeln und mit Rotwein und Zimt einkochen lassen.

Stollen

  • 250 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Hefe
  • 100 ml Milch
  • 40 g Zucker
  • 1 Ei
  • 75 g Butter
  • 150 g Rosinen
  • 5g geriebene Orangenschale
  • Muskat, Zimt, Karamom

Rosinen in Rum aufkochen oder über Nacht durchziehen lassen. Hefe, Zucker und Milch verrühren, 15 min an einem warmen Ort gehen lassen. Butter warm werden lassen, mit dem Ei und dem Mehl und der Hefe einen Teig rühren. Eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Bei 180° Umluft 40 min backen. Dann mit 40g geschmolzener Butter einpinseln und mit Puderzucker bestäuben. Ein paar Tage kühl ruhen lassen.

Ein Knall, ein Schrei

Auf einer kleinen Radltour nach Regensburg hörte ich eine Knall hinter mir, spürte einen Schlag und lag auch schon auf der B16. Zum Glück ist außer einem ziemlich defekten Original-Retro-80er-Jahre Rennrad, ein paar Löchern in den Klamotten und einigen Abschürfungen nichts weiter passiert.

Dem Autofahrer ist wohl der rechte Vorderreifen geplatzt und er hat das schlingernde Fahrzeug nicht rechtzeitig stoppen können und mich mit dem rechten Spiegel am Ellenbogen erwischt. Zum Glück war gleich eine Ärztin auf ihrem Heimweg da, der Notarzt war nach 10 Minute vor Ort und der KTW  wenig spätzer auch. Der Transport ist der peak in der pace-Kurve oben. In der Uniklinik Regensburg haben sie aber außer den Abschürfungen nichts schlimmes diagnostiert.

Ziemlich viel Überallmuskelkater habe ich am Tag drauf schon, das Radl ist bei Feine Räder zur Schätzung des Schadens.

Eis, Eis, Baby

Mein Standardeisrezept für zwei Menschen:

  • 150ml Milch
  • 50g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 1/4 Vanilleschote

Die Milch mit dem Zucker und den Eigelb verrühren und auf 75° Grad erhitzen – der Fachausdruck ist „zur Rose abziehen“, wegen dem Muster, das entsteht, wenn man einen Löffel in die Masse eintaucht und darüber bläst.

Da kann dann alles mögliche rein, pürierte Früchte, Schokolade, Kekskrümel oder eine Kombination. Das ganze dann kühlen und dann nach Entfernung der Vanille mit 100ml geschlagener Sahne in die Eismaschine für 45 Minuten.

Byebye, Nerd Car

Die Service-Anzeige nervte, also bin ich doch mal in die Werkstatt gefahren. Nun, das war teuer. Stoßdämpfer hinüber, Zylinderkopfdichtung (er brauchte fast einen Liter Wasser auf 100 km), Dieselpartikelfilter, Steuerketten, das wäre alles fällig. Na gut, dann halt einen neuen, es gab noch ein Abwrackprämie beim freundlichen Tschechen. Beim Infotainmentsystem „Amudsen“ wurde ich dann schwach.