
In Ingolstadt, Pfaffenhofen und Neuburg gibt es gerade eine interessante Ausstellung mit dem Thema “Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit“. Die in Ingolstadt habe ich gesehen, ein paar wirklich gute Exponate waren dabei, sehr kreative Ideen, unter anderem die Arbeit von Dionisio González, der hat ein Photo eines typischen Flußdeltas in Vietnam vom Slumcharakter “bereinigt“ und dafür an von Stardesignern entworfene, an Hausboote erinnernde, futuristische Designobjekte eingebaut. Und natürlich Christin Lahrs Idee, dem Bundesministerium der Finanzen jeden Tag einen Cent zu überweisen und als Überweisungstext eine auf SMS-Länge beschränkte Sequenz aus “Das Kapital“ zu verwenden.
Meister besuchen

Letztes Wochenende verband ich einen sehr netten Abend mit einem uralten Bekannten – es sind nun 25 Jahre, dass wir die Rhone runter und die Côte d` Azur entlang bis Genua radelten (damals mit Stahlrahmen, fünf Gänge waren übrigens Luxus) mit einem Besuch im NMN, das zeigt derzeit Photos von F.C. Gundlach, einem der stilprägenden Modephotographen der 60er. Zugegeben, die Bilder kennt man, aber als Print an der Wand wirken sie nochmal anders.
Sein Gefühl für Form und Fläche ist sensationell, seine Aufnahmetechniken nicht ohne.
Ich werde beim nächsten fashion-shooting noch beherzter das Weitwinkel aus nächster Nähe einsetzen.
Draußen

Neulich, beim shooting im Garten, staunten die Passanten nicht schlecht ob meiner Reflektorenhalter.
Draußen photographieren macht schon Laune, das werde ich jetzt häufiger ausprobieren.
Reflektionen

Oh Mei. Da hat man gleichzeitig eine Bildidee und Hunger.
Was hätte da schon schief gehen können?
Ich vergaß das Lichtzelt und kann mich jetzt im Löffel bewundern.
Improvements

Das Heimstudio aka Wohnzimmer hat jetzt einen Dreifach-Halter für Papierhintergründe. Diese verwendet man, um den Übergang vom Boden zur Wand fließend gestalten zu können.
Oder – tolle Idee von Sam – um mit dem Beamer Filme darauf zu projizieren (sic, proicere und nicht proiacere).
Es war ein mehrstündiger Kampf, die acht Löcher für die Schwerlastdübel in die Betondecke zu bohren. Nur als Tipp (und als Notiz für mich): Schutzbrille tragen (tat ich), bei Löchern in Stahlbeton Profiequipment ausleihen (tat ich nicht).
Alle Zweijahre wieder

Der Bulli darf wieder herumfahren. Diesmal schaffte er den Test nicht auf Anhieb, die zweite Batterie war tot, daher ging die Standheizung nicht und das Handbremskabel musste nachjustiert werden.
Nicht weiter schlimm für einen 22-jährigen.
Mal sehen, wo wir dieses Jahr hinfahren wollen. Schottland vermutlich.
Und wo wir dann landen.
Lösung

Die Lösung ist nur ein paar Mausklicks entfernt, hört auf den leicht prosaischen Namen QNAP TS-439 Pro II+ und hat derzeit drei 2GB Platten drin. Die Lese/Schreib-Geschwindigkeiten sind ganz im erwarteten Rahmen, Feintuning ist noch angesagt, die Bedienoberfläche ist Enduser-tauglich, halbwegs leise ist das NAS auch. Eigentlich egal, wenn ich mehr Vertrauen entwickle, dann wandert das NAS sowieso in den Keller. Daher ist mir das Design des Gehäuses auch sowas von egal.
Es bleibt ein beruhigendes Gefühl, dass ich bei derzeitigem Tempo noch 10 Jahre weiter in gewohntem Tempo arbeiten kann, ohne mir über Plattenplatz Sorgen machen zu müssen.
Außer natürlich über offsite backups, aber das sollte klar sein.
Problem

Nun, alles ist endlich, zumindest ist das meine Auslegung der Thermodynamik.
Festplattenplatz ist noch endlicher. In meinem Fall sogar sehr endlich, die Platten sind übervoll.
Schuld sind natürlich die echt praktischen snapshots irgendwelcher VirtualBoxen und dann die raws der 5DMII, ich lösche nur sehr wenig. Vielleicht zu wenig – man weiß ja nie, wann man ein Bild einer Serie wieder brauchen kann.
Und natürlich die Flut der Fan-Emails.
Only kidding.
Altlasten

So, heute war die letzte Sitzung zur Sanierung meiner dentalen Altlasten. Der Meister bohrte die beiden verbleibenden Löcher und meinte, dass nun genug sei. Ich könne meine Freitagnachmittage nun anders verbringen.
Jetzt, nicht mehr comfortably numb, aber beschwerdefrei, werde ich mich den guten Seiten des Lebens zuwenden. Die Lasagne ist fertig, der Salat muss noch in das Dressing und der Wein eingeschenkt werden.
Alles wird gut.
Trust me.
Wasserzeichen

Machmal passt die Position des Wasserzeichens bei einem Bild perfekt.
Achja, die „rule of thirds“ ist sowas von 10. September.
Kill the buddha, wie Duane Michals vor fast 40 Jahren in „real dreams“ schrieb.
I am my own hero. Sort of. Sometimes.
Trying.
Really hard.
Occasionally.