
von Porto nach Santiago war schön. Interessante Begegnungen, nette Gegenden, gutes Essen, leckerer Wein. 10 Tage nur gehen, essen, schlafen. Gut für die Seele, auch wenn man nicht religiös ist.

von Porto nach Santiago war schön. Interessante Begegnungen, nette Gegenden, gutes Essen, leckerer Wein. 10 Tage nur gehen, essen, schlafen. Gut für die Seele, auch wenn man nicht religiös ist.
Pfingsten. Ein Garant für Dauerregen, weil da ja eigentlich Festivals sind. Dieses Jahr kam dann noch die koide Sofie und ihre Wetterbande dazu. Schön war es dennoch im wilden Kaiser. Nass, kalt, aber schön.
Und – die hübschesten Spanierinnen trifft man eben halt nur da.
Jetzt ist er weg, der Bulli.
Inseriere den Bus lokal, haben sie gesagt. In der Zeitung, haben sie gesagt. Nicht in den großen Portalen im Internet, haben sie gesagt. Dann hast Du nur Leute aus der Gegend,haben sie gesagt. Und keine Spinner von sonstwo, haben sie gesagt.
Jetzt ist er auf dem Weg nach Hamburg. Donaukurier – Du hast ein weit weitere Verbreitung als ich dachte.
Schnief. Aber man ändert sich. Manches passt dann einfach nicht mehr.


Eine kleine Radtour mit dem Rennrad nach Wien. Ein wenig früh im Jahr, viele Pensionen, die eigentlich vom Donautourismus leben, hatten noch zu. Aber ein ganz guter Einstieg in ein aktives Jahr.
In Berlin ist gerade Manifesto von Julian Rosefeldt zu sehen. Cate Blanchet rezitiert darin in 13 Rollen unterschiedliche Kunstmanifeste.

Daneben betreibt die Sarah Wiener ein Café, der Service hat im ersten Anlauf meine Bestellung versemmelt, aber im zweiten klappte die Bestellung. Es war dann durchaus lecker.
Dann gab’s noch den allergrößten Pollock überhaupt zu sehen. Angeblich hat er dieses Werk in nur einen Nacht gemalt, was er aber laut Farbanalysen doch nicht geschafft hat.

Und natürlich Selfies von Frau Sherman, von den untitled film stills bis heute.

Mexiko war sensationell. Erst die große Stadt – gut 22 Millionen Einwohner sind schon eine Menge Menschen. Es war gerade Allerheiligen, das wird dort etwas anders verbracht als die Totentrauer bei uns. Es ist ein großes Fest, eine Mischung aus amerikanischem Halloween mit Zombiemotiven und rheinischem Karneval. Picknicks auf Friedhöfen inklusive.
Dann gab’s da noch einen Berg, den dritthöchsten. Der erste war zu weit weg, Nummer zwei ist aktiv und auf seinem Nachbarn war ich dann. Tolle Blicke auf die Lichter der Städte Puebla und Mexico City. Bisserl windig oben.
Dann die karibische Seite, endlose Djungelstrecken, unterbrochen von sehenswerten Tempelanlagen. Und dann die Tauchgänge. In den Karsthöhlen und im Meer. Endlose Sicht. Traumhafte Unterwasserwelt. In Cozumel ist es wie Kino. Zeugs überprüfen, abtauchen, von der Strömung bewegt die bunten Fischlein angucken.
Mei, was kann man über den Gardasee schreiben? Eigentlich ist er wie immer, aber mit kleinen Verbesserungen. Der Tunnel von Rovereto spart die Kurverei durch Mori.
Das Kunstmuseum ebenda ist wunderbar.
In Bozen hat ein Ausrüstungshersteller ein monströses Gebäude gebaut – mit integrierter Kletterhalle.
Und das Essen ist wie immer gut, das Alla Lega mit allerlei Leckereien und einem netten Innenhof, das Ritratto mit seiner ambitionierten Fischküche oder das Boccon d‘ Oro mit Trentiner Spezialitäten und Pizza.
Statt dem Mont Blanc gingen wir halt auf die Zugspitze. Die Tour durch das Höllental hat so ziemlich alles, was man so haben kann: Eine Klamm, zwei Klettersteige, leichte Kletterei und einen Gletscher. Die Hütte im Höllental hatte noch zu, daher war es ein langer Tag. Irgendwie ist da sowieso gerade Baustelle, oben am Gipfel steht ein Kran für die neue Gondel.
Am nächsten Tag haben wir noch kurz in den Jubiläumsgrat hineingeschnuppert und sind dann über Ehrwald abgestiegen. Der Schienenersatzverkehrsbus ließ uns freundlicherweise in Hammersbach aussteigen.
Der Michael hatte ein paar nette Sprüche auf Lager, als ich meine Beinschiene anzog, meinte er: „Die Seppels halten nix aus, mit 46 schon total kaputt“. Bei Aufstieg waren wir langsam durstig, er meinte, er würde jetzt sogar ein Alt trinken.
Zum Münchner Haus meinte er, das sei ja klar gewesen, dass das bei dem Namen nichts werden konnte, die Übernachtung war zu teuer, die Leute zu arrogant und das Bier schlecht. Dann konnte ich nicht widersprechen,.
Und dann wollte der Wirt auch noch 3 (drei!) Euro für einen Liter Wasser zum mitnehmen.
Nummer Zwei zu sein ist ja ein undankbarer Job. Der höchste Gipfel in Deutschland ist ja gut erschlossen, gut ausgeschildert, leicht besteigbar mit ein paar Hütten auf dem Weg. Und verfügt über Auf- oder Abstiegshilfen noch und nöcher.
Bei der Nummer zwei, dem Hochwanner, trifft alles das nicht zu. Man hat die Wahl zwischen einer grauslichen langen Kletterei aus dem Reintal oder einem nicht ganz einfach zu findenden Weg über viel Schotter mit ein paar leichten Klettereinlagen von Leutasch aus. Aber der Blick ins Reintal und auf die Zugspitze sind schon schön.
Ich mag sie ja gerne, die Crème brûlée. Ein französischen Küchenklassiker – daher auch recht einfach, gehaltvoll und superlecker.
Und man – ganz wichtig – darf mit Heimwerkerutensilien ein wenig Showküche betreiben. Ich verwende einen Hartlötkolben mit Gaskartusche.
Wichtig sind die flachen Tellerchen, die haben das perfekte Verhältnis von knuspriger Oberfläche und Tauchtiefe – diese ist nötig, damit die Crème gerade mal so stockt im Wasserbad. Tiefere Tiegel taugen tendentiell wenig, zu viel Flüssiganteil bleibt übrig und unten ist Rührei.
Hier das Rezept für vier Tellerchen:
* 200g Sahne (also ein Becher)
* 100g Zucker oder Stevia in passender Menge
* 1 ganzes Ei
* 3 Eigelb
* Inhalt einer Vanilleschote
Die Zubereitung ist einfach: Die Sahne mit dem Zucker verrühren, das Ei und die Eigelb unterrühren, das Mark der Vanilleschote auch, den Rest der Vanilleschote hineinlegen, das ganze ein paar Stunden (oder auch nicht, wenn es pressiert) stehen lassen, den Ofen auf Umluft 150° erhitzen, eine Fettpfanne leicht halbvoll mit Wasser füllen und ins Rohr schieben, die Masse langsam leicht im Topf gut handwarm erwärmen, dabei manchmal rühren, die Vanilleschotenreste entfernen, in die Förmchen umfüllen, diese dann ins Wasserbad stellen.
Nach 30 Minuten sollte die Masse etwas fest geworden sein, dann kalt stellen für mindestens eine Stunde – über Nacht geht auch. Außer es pressiert.
Dann Zucker über die Oberfläche streuen, ein Esslöffel pro Form darf es schon sein. Dann fängt die Gaudi an: draußen, fernab von entzündlichen Materialien, auf der Granitterrasse, z.B., in Abwesenheit von Menschen (besonders Kindern) und Viechern, im Vollbesitz der geistigen und körperlichen Kräfte, your milage may vary, do not try this at home, trained personnel only, yadayadaya…. darf der studierte Aushilfsklempner nun den kleinen Drachen zum Fauchen bringen. Damit fährt er langsam, erst aus 20 cm Abstand, dann näher kommend, über die Oberfläche, bis diese allmählich eine Bräunung annimmt.
Noch ein paar Minuten stehen lassen, Karamell ist furchtbar heiß und macht echt schmerzhafte Verletzungen bei Berührungen – besonders im Mund.
Vielleicht ein paar Himbeeren drauf, vielleicht ein Zitronenmelisseblättchen – mehr auf keinen Fall.